So könnte man unsere Tour auch beschreiben. Nach unserem Halt in Dufftown ging es am nächsten Tag weiter in Richtung Pitlochry. Da uns am Abend zuvor im örtlichen Pub "Old Oak" noch jemand gewarnt hat, dass Balmoral - der schottische Sitz der Königsfamilie - eigentlich nicht wirklich sehenswert ist und es ausreicht einmal aussen vorbei zu laufen haben auch nur das getan. Als wir das Gelände wieder verlassen haben wurden wir dann von den zwi Herren und Damen vom Ticketverkauf freundlich aber bestimmt darauf aufmerksam gemacht, dass auch aussen rumlaufen eigentlich Geld kosten würde, aber die beiden haben ihre Niederlage eingesehen und wir zogen von dannen. Kleiner Tip an die Schlossverwaltung: Vielleicht die Tickets nicht 50m vom unbesetzten Eingang (ein offenes) durch ein Tor verkaufen sondern direkt daneben oder jemand zum Ticketabreissen hinstellen. Die Fahrt bis Balmoral grenzte übrigens ein klein wenig an eine Rallye durch die Highlands. Aber eine wirklich beeindruckende Gegend ist es schon. Von Bergen und Tälern - was auch das häufige "Glen" in den Whiskynamen erklärt - und Bächen mit kaltem, klarem Wasser und vielen kleien Schafen neben der Straße gibt es hier einiges zu sehen. In Pitlochry mussten wir uns dann natürlich die Edradour Destillery ein wenig näher ansehen. Ein wirklich sehr gelungenes Getränk - mir hat's vor allem der 12er mit Bordeaux Finish angeten. Übrigens ein Tip für denjenigen, der aufs Geld schaut: Edradour Touren sind kostenlos und trotzdem gibts nen Schluck zum probieren. Auch die Blair Athol Destillerie wurde natürlich noch kurz besucht (hier kommen u.a. die Blends für Bell's her). Nach einer kurzen Irrfahrt durch die Stadt gabs im Moulin Hotel/Pub, die übrigens eigenes Bier brauen (aber nicht unbedingt mein Geschmack), noch einen Schlummertrunk und dann war feierabend.
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Am nächsten Morgen ging es frühzeitig gestärkt durch ein schottisches Frühstück mit Black Pudding und Co. in Richtung Dundee, St. Andrews und Kirkcaldy. Dundee ist jetzt nicht so wirklich der Touristenhit finde ich. Es liegt die RRS Discovery im Dock, ein alter Schoner der für Entdeckungsfahrten in die Antarktis genutzt wurde und gut ist. In St. Andrews hingegen wird der geneigte Golfliebhaber fündig. Der Old Course hat schon was. Ausserdem ist hier alles irgendwie "golfig". Durch Zufall sind wir dann noch über einen Prospekt eines alten Bunkers aus der Zeit des kalten Krieges gestolpert. Liegt quasi auf dem Weg, also schauen wir uns das Ding auch noch an. Irgendwie beklemmend so ein paar Meter unter der Erde... also weiter Richtung Kirkcaldy. Dem Geburtsort von Adam Smith. Nach einem kleinen Mittagsmahl bei einer bekannten Burgerkette mit großem Buchstachen ging es dann auf die letzte Etappe in Richtung Edinburgh. Unser letztes Stück führte uns an der Tourist Route der Küste entlang - auch sehr sehenswert!
Wieder in Edinburgh haben wir noch einmal ein wenig die Royal Mile und den Grassmarket besucht, sind unser letztes Geld (Beni hat's geschafft nur noch 0,01 Pfund im Geldbeutel zu haben - ich bin bei 1,30 Pfund) in ein paar Pubs losgeworden und haben uns über die durchgelegenen Betten im Hostel aufgeregt. Samstag morgen hieß es dann bye bye Scotland! Ab zum Flughafen, Mietwagen abliefern (der arme, der den putzen muss...) und check in. Dann wieder mit KLM über Amsterdam nach Stuggi.
Fazit: Schottland hat was! Bed and Breakfast sind echt angenehm und sehr zu empfehlen, Beni ist ein guter Autofahrer, auch wenn das Lenkrad falsch eingebaut ist und man sollte nächstes Mal vielleicht doch einen Regenschirm mitnehmen
Kurzum, gerne wieder!
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und wie hätten da auch einen kaufen können wenn jemand nicht der meinung gewesen wäre es regnet ja jetzt sowieso nicht mehr...
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