Die Zeit vergeht wie im Fluge. Und das trifft den Nagel im wahrsten Sinne auf den Kopf, wenn man mal wieder Zeitzonen überfliegt und in die Zukunft oder Vergangenheit reist. Ich für meinen Teil bin seit gestern Abend 18:30 Ortszeit wieder in Sydney. Der Stadt, die ich bereits in meinem Praxissemester 2006 als zweite Heimat liebgewonnen habe.
So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass ich meine Zeit hier wieder bei Mark verbringe. Zur Info: Mark war mein Vermieter und Kumpel und er ließ es sich nicht nehmen mir, als wir uns im Internet trafen (klingt komisch, aber nicht jeder weiß jetzt wohl was Windows Live Messenger ist), mich zu sich einzuladen. Er wohnt zwar mittlerweile ein wenig weiter ausserhalb aber das spielt keine Rolle. Hier habe ich Urlaub. Hier habe ich Zeit. Und vor allem keine Termine, nichts zu erledigen, keine Verpflichtungen. Auch wenn es nur ein paar Tage sind.
Aber halt, ich habe ja von Neuseeland noch gar nicht alles erzählt, wobei das wohl sowieso ein Ding der Unmöglichkeit sein wird... Kaminfeuer und Chronicels of Narnia waren das letzte Mal ein Thema im Blog. Heute sollen es Buchten, Reifen, Kino und Kiwis sein.
Am Morgen nach meiner langen Nacht des einsamen vor dem Kamin bloggens haben wir uns von Oamaru auf den Weg Richtung Christchurch bzw. Christchurch Peninsula gemacht. Der Weg dorthin war herzhaft unspektakulär. Es dürfte sich hierbei wohl mit um die langweiligste Strecke in NZ handeln, die einfach nur auf eiem Statehighway durch brettebenes Land ohne besondere Sehenswürdigkeiten führt. Hat man aber die Halbinsel ca. 100km vor Christchurch erreicht kann man bereits wieder Berge und Meer erblicken und man wird automatisch wieder ein wenig aufmerksamer was NZ so zu bieten hat. So war unser erster Halt dann auch Birdlingsflat, das wegen seines kilometerlangen Kieselstrandes mehr oder weniger bekannt ist. Danach ging es weiter bis in die Pigeon Bay. Ein ziemlich einsames Nestchen von Bucht um das sich ein paar verstreute Häuschen scharen. Dort haben wir die Nacht auf einem kleinen Campingplatz verbracht. Sehr schön ist vor allem die alte Kirche hier und die herrliche Ruhe, die nur durch ein paar Vögel unterbrochen wird. Ach, eigentlich wird sie ständig durch Vögel unterbrochen.

Den letzten Tag unserer Tour machten wir uns über einen kurzen Abstecher mit Mittagessen (Apple Turnover und Blueberry Muffin) nach Akaroa wieder zurück auf den Weg nach Christchurch selbst. Über die Berge, die wir einen Tag zuvor überwunden haben führte der Weg zurück, bis es irgendwann ein komisches "knall" Geräusch gab. Ja, das war unser Reifen, der sich mitten auf einer Bergstrasse verabschiedet hatte. Gott sei Dank ist die gute Jessi AA-Mitglied (AA ist quasi der ADAC hier) und der nette Helfer aus dem nächsten Kaff, der auch bereit ist in einer Kurve am Hang mit Gefälle den Reifen zu wechseln, ist in ein paar Minuten da und verrichtet seine Arbeit. Danach nutzten wir die Gelegenheit und haben Sepp erstmasl ein wenig Öl spendiert, denn auch das Öl scheint irgendwie auf den letzten paar tausend Kilometern weniger geworden zu sein. Gegen Abend hatten wir dann tatsächlich Christchurch erreicht. Ziemlich genau einen Monat nachdem wir hier losgefahren sind. Den Abend haben wir dann im Sticky Fingers verbracht wo ich nach langer Zeit endlich mal wieder ein richtiges Bier geniessen durfte: Ördinger (Erdinger mit Akzent) aus dem Mini-0,3l-Weizenglas und dazu ein 300g Fillet Steak - natürlich ohne viel Beilage, nur ein wenig Speck und ein/zwei Spinatblätter.
Die Nacht war ein wenig nervig. Irgendwelche dummen Mädels kamen nachts um drei auf die Idee zu spülen... macht sich in einem Hostel nicht wirklich gut. Vor allem nicht, wenn das Hostel ein hier übliches Gebäude aus Holz und damit sehr hellhörig ist... Naja, ging auch vorbei. Wir haben den Samstag genutzt um noch ein wenig auf den Markt zu gehen und durch Christchurch zu bummeln. Am Nachmittag haben wir uns dann in in einen Wildlife Park begeben um endlich Kiwis zu sehen. Nein, nicht die Menschen oder Früchte (die übrigens heir tunlichst als Kiwifruit bezeichnet werden sollten, wenn man keine bösen Blicke ernten will), sondern die possierlichen, flugunfähigen Vögel mit dem langen Schnabel welche sie zu Neuseelands Nationaltier gemacht haben. Neben einigen anderen Tierchen, wie Enten und Wallabies (die hier eigentlich nichts verloren haben...), Gänsen und Fischen haben wir dann auch tatsächlich zwei Kiwis in Echt gesehen. Zur Info sollte man hier sagen, dass diese Vögel nur nachtaktiv sind und tagsüber grenzt es an ein Wunder einen in freier Wildbahn zu sehen, darum gabs im Park auch ein Nachtgebäude mit Minimalbeleuchtung. Am Abend haben wir uns noch einmal ins Kino gewagt. Diesmal im Christchurch Art Center und es gab: Young @ Heart. Ein sehr guter und lustiger Dokufilm über singende Menschen fortgeschrittenen Alters. Ich glaube, wir waren mit mindestens zwei Dekaden Abstand die jüngsten im Kino. Danach gabs noch ein Bierchen im Dux-de-Lux, einem Pub direkt um die Ecke und dann machten wir uns auf den Heimweg.

Mein letzter Tag in Neuseeland war nun also auch angebrochen. Wir zogen pünktlich um zehn aus dem Hostel mit den nervenden Mitbewohnern aus und haben Jessi erstmal im Foley Towers, dem Hostel in dem wir vor einem Monat waren, einquartiert. Dort gabs dann auch noch einmal Mittagessen und die Gelegenheit ein wenig die Wäsche zu waschen. Gegen zwei machten wir uns dann auf den Weg zum Airport an dem wir uns dann verabschiedeten. Wie durch ein Wunder kamen ich und mein Gepäck dann auch wie geplant ein paar Stunden später in Sydney an. Wunder darum, weil ich meine Schlappen (wer mich kennt, kennt auch meine Schlappen, die ich seit Jahren habe und auch fleissig in jeden Urlaub mitnehme) beinahe im Auto vergessen und darum nur lose in einer Plastiktüte an den großen Rucksack geknotet habe. Sie waren tatsächlich noch da, als der Rucksack übers Gepäckband holperte. Noch toller war dan Toby, der Hund der Quarantäne-Menschen hier, der auch sofort meine Mikrowellen-Popcorn gefunden hat, das ich aber brav wie ich bin schön deklariert hatte, was mich zwar vor einer Strage beschützt aber trotzdem dazu führt, dass man das Zeug wegwerfen muss (sorry, Jess... ich glaub die haben wir bzw. Du umsonst gekauft...). Meine extern gemounteten Allround-Schlappen wurden dann zwar noch beanstandet, weil sie ein wenig zu dreckig waren (wie gesagt, ich hatte sie ja auch eigentlich fast vergessen...) aber dafür bekam ich sie nun kostenlos gewaschen und desinfiziert zurück. So sauber waren die seit Jahren nicht mehr. Damit hieß es also, hello again Sydney, bye bye New Zealand.
Mit dem Taxi - ja ich bin ein Luxuskind - gings dann Richtung Kings Cross, dem Viertel in dem ich auch bei meinem ersten Besuch in Sydney die ersten Nächste im Hostel verbracht hatte. Dort angekommen lud ich mein Gepäck ab und machte mich auf nach The Rocks, meinem Lieblingseck in Sydney. Auf dem Rooftop eines mir gut bekannten Pubs habe ich mir dann mit Ausblick auf die Harbour Bridge und die Oper ein Bierchen gegönnt und ein wenig in die Ferne gestarrt.
Heute habe ich beim Frühstück in einem kleinen Café am Hafen dank eines offenen Wlans einen Abstecher ins Internet unternehmen können und siehe da, meine Noten sind da. Oder besser DIE Note ist da. Wie mich mein Dad freudestrahlend (wenn man sowas überhaupt in ICQ-Nachrichten erkennen kann) informierte ist die Note seit heute/gestern je nachdem in welcher Zeitzone man sich geradebewegt, online. Und siehe da, es ist eine 1,7 geworden! Tada! springfreu whoooohoo Endlich ein Grund die mitgereiste Zigarre, die der Herr vom Security Check in Christchurch ganz interessiert beschnuppert hat, zu geniessen und damit auch endgültig dem Studium bye bye zu sagen.

Ich schreibe diese Zeilen übrigens gerade im Chinase Garden von Sydney und freue mich schon nachher Mark wiederzusehen und mein Domizil für die nächsten Tage zu erkunden... so long
So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass ich meine Zeit hier wieder bei Mark verbringe. Zur Info: Mark war mein Vermieter und Kumpel und er ließ es sich nicht nehmen mir, als wir uns im Internet trafen (klingt komisch, aber nicht jeder weiß jetzt wohl was Windows Live Messenger ist), mich zu sich einzuladen. Er wohnt zwar mittlerweile ein wenig weiter ausserhalb aber das spielt keine Rolle. Hier habe ich Urlaub. Hier habe ich Zeit. Und vor allem keine Termine, nichts zu erledigen, keine Verpflichtungen. Auch wenn es nur ein paar Tage sind.
Aber halt, ich habe ja von Neuseeland noch gar nicht alles erzählt, wobei das wohl sowieso ein Ding der Unmöglichkeit sein wird... Kaminfeuer und Chronicels of Narnia waren das letzte Mal ein Thema im Blog. Heute sollen es Buchten, Reifen, Kino und Kiwis sein.
Am Morgen nach meiner langen Nacht des einsamen vor dem Kamin bloggens haben wir uns von Oamaru auf den Weg Richtung Christchurch bzw. Christchurch Peninsula gemacht. Der Weg dorthin war herzhaft unspektakulär. Es dürfte sich hierbei wohl mit um die langweiligste Strecke in NZ handeln, die einfach nur auf eiem Statehighway durch brettebenes Land ohne besondere Sehenswürdigkeiten führt. Hat man aber die Halbinsel ca. 100km vor Christchurch erreicht kann man bereits wieder Berge und Meer erblicken und man wird automatisch wieder ein wenig aufmerksamer was NZ so zu bieten hat. So war unser erster Halt dann auch Birdlingsflat, das wegen seines kilometerlangen Kieselstrandes mehr oder weniger bekannt ist. Danach ging es weiter bis in die Pigeon Bay. Ein ziemlich einsames Nestchen von Bucht um das sich ein paar verstreute Häuschen scharen. Dort haben wir die Nacht auf einem kleinen Campingplatz verbracht. Sehr schön ist vor allem die alte Kirche hier und die herrliche Ruhe, die nur durch ein paar Vögel unterbrochen wird. Ach, eigentlich wird sie ständig durch Vögel unterbrochen.

Den letzten Tag unserer Tour machten wir uns über einen kurzen Abstecher mit Mittagessen (Apple Turnover und Blueberry Muffin) nach Akaroa wieder zurück auf den Weg nach Christchurch selbst. Über die Berge, die wir einen Tag zuvor überwunden haben führte der Weg zurück, bis es irgendwann ein komisches "knall" Geräusch gab. Ja, das war unser Reifen, der sich mitten auf einer Bergstrasse verabschiedet hatte. Gott sei Dank ist die gute Jessi AA-Mitglied (AA ist quasi der ADAC hier) und der nette Helfer aus dem nächsten Kaff, der auch bereit ist in einer Kurve am Hang mit Gefälle den Reifen zu wechseln, ist in ein paar Minuten da und verrichtet seine Arbeit. Danach nutzten wir die Gelegenheit und haben Sepp erstmasl ein wenig Öl spendiert, denn auch das Öl scheint irgendwie auf den letzten paar tausend Kilometern weniger geworden zu sein. Gegen Abend hatten wir dann tatsächlich Christchurch erreicht. Ziemlich genau einen Monat nachdem wir hier losgefahren sind. Den Abend haben wir dann im Sticky Fingers verbracht wo ich nach langer Zeit endlich mal wieder ein richtiges Bier geniessen durfte: Ördinger (Erdinger mit Akzent) aus dem Mini-0,3l-Weizenglas und dazu ein 300g Fillet Steak - natürlich ohne viel Beilage, nur ein wenig Speck und ein/zwei Spinatblätter.
Die Nacht war ein wenig nervig. Irgendwelche dummen Mädels kamen nachts um drei auf die Idee zu spülen... macht sich in einem Hostel nicht wirklich gut. Vor allem nicht, wenn das Hostel ein hier übliches Gebäude aus Holz und damit sehr hellhörig ist... Naja, ging auch vorbei. Wir haben den Samstag genutzt um noch ein wenig auf den Markt zu gehen und durch Christchurch zu bummeln. Am Nachmittag haben wir uns dann in in einen Wildlife Park begeben um endlich Kiwis zu sehen. Nein, nicht die Menschen oder Früchte (die übrigens heir tunlichst als Kiwifruit bezeichnet werden sollten, wenn man keine bösen Blicke ernten will), sondern die possierlichen, flugunfähigen Vögel mit dem langen Schnabel welche sie zu Neuseelands Nationaltier gemacht haben. Neben einigen anderen Tierchen, wie Enten und Wallabies (die hier eigentlich nichts verloren haben...), Gänsen und Fischen haben wir dann auch tatsächlich zwei Kiwis in Echt gesehen. Zur Info sollte man hier sagen, dass diese Vögel nur nachtaktiv sind und tagsüber grenzt es an ein Wunder einen in freier Wildbahn zu sehen, darum gabs im Park auch ein Nachtgebäude mit Minimalbeleuchtung. Am Abend haben wir uns noch einmal ins Kino gewagt. Diesmal im Christchurch Art Center und es gab: Young @ Heart. Ein sehr guter und lustiger Dokufilm über singende Menschen fortgeschrittenen Alters. Ich glaube, wir waren mit mindestens zwei Dekaden Abstand die jüngsten im Kino. Danach gabs noch ein Bierchen im Dux-de-Lux, einem Pub direkt um die Ecke und dann machten wir uns auf den Heimweg.

Mein letzter Tag in Neuseeland war nun also auch angebrochen. Wir zogen pünktlich um zehn aus dem Hostel mit den nervenden Mitbewohnern aus und haben Jessi erstmal im Foley Towers, dem Hostel in dem wir vor einem Monat waren, einquartiert. Dort gabs dann auch noch einmal Mittagessen und die Gelegenheit ein wenig die Wäsche zu waschen. Gegen zwei machten wir uns dann auf den Weg zum Airport an dem wir uns dann verabschiedeten. Wie durch ein Wunder kamen ich und mein Gepäck dann auch wie geplant ein paar Stunden später in Sydney an. Wunder darum, weil ich meine Schlappen (wer mich kennt, kennt auch meine Schlappen, die ich seit Jahren habe und auch fleissig in jeden Urlaub mitnehme) beinahe im Auto vergessen und darum nur lose in einer Plastiktüte an den großen Rucksack geknotet habe. Sie waren tatsächlich noch da, als der Rucksack übers Gepäckband holperte. Noch toller war dan Toby, der Hund der Quarantäne-Menschen hier, der auch sofort meine Mikrowellen-Popcorn gefunden hat, das ich aber brav wie ich bin schön deklariert hatte, was mich zwar vor einer Strage beschützt aber trotzdem dazu führt, dass man das Zeug wegwerfen muss (sorry, Jess... ich glaub die haben wir bzw. Du umsonst gekauft...). Meine extern gemounteten Allround-Schlappen wurden dann zwar noch beanstandet, weil sie ein wenig zu dreckig waren (wie gesagt, ich hatte sie ja auch eigentlich fast vergessen...) aber dafür bekam ich sie nun kostenlos gewaschen und desinfiziert zurück. So sauber waren die seit Jahren nicht mehr. Damit hieß es also, hello again Sydney, bye bye New Zealand.
Mit dem Taxi - ja ich bin ein Luxuskind - gings dann Richtung Kings Cross, dem Viertel in dem ich auch bei meinem ersten Besuch in Sydney die ersten Nächste im Hostel verbracht hatte. Dort angekommen lud ich mein Gepäck ab und machte mich auf nach The Rocks, meinem Lieblingseck in Sydney. Auf dem Rooftop eines mir gut bekannten Pubs habe ich mir dann mit Ausblick auf die Harbour Bridge und die Oper ein Bierchen gegönnt und ein wenig in die Ferne gestarrt.
Heute habe ich beim Frühstück in einem kleinen Café am Hafen dank eines offenen Wlans einen Abstecher ins Internet unternehmen können und siehe da, meine Noten sind da. Oder besser DIE Note ist da. Wie mich mein Dad freudestrahlend (wenn man sowas überhaupt in ICQ-Nachrichten erkennen kann) informierte ist die Note seit heute/gestern je nachdem in welcher Zeitzone man sich geradebewegt, online. Und siehe da, es ist eine 1,7 geworden! Tada! springfreu whoooohoo Endlich ein Grund die mitgereiste Zigarre, die der Herr vom Security Check in Christchurch ganz interessiert beschnuppert hat, zu geniessen und damit auch endgültig dem Studium bye bye zu sagen.

Ich schreibe diese Zeilen übrigens gerade im Chinase Garden von Sydney und freue mich schon nachher Mark wiederzusehen und mein Domizil für die nächsten Tage zu erkunden... so long
Geschrieben von Nico Schuster
in personal, the world around me
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