Wo war ich beim letzen Mal? Achja, beim Essen. So, unser nächster Stop sollte nun nach einer Nacht am See Westport sein. Westport allerdings ist eine nicht sonderlich ansehnliche Stadt und wir fahren weiter Richtung Charlston. Das ist gar keine Stadt. Sondern ein stück Strasse mit einem Pub und das Hostel, in dem wir schlafen wollten hat zu. Durch Zufall entdecken wir die Möglichkeit auf einer Farm zu nächtigen und greifen natürlich bei der Gelegenheit zu. Don, unser Gastgeber für die Nacht, ist Imker und verdient seine Brötchen demzufolge mit Honig. Er ist ein uriger Vogel und wir sehen nicht sonderlich viel von ihm. Er hat einen netten Hund, der auf den sinnvollen Namen "Dog" hört. Die Nacht ist bitterkalt im ungeheizten Zimmer aber wenigstens gabs mal wieder ein richtiges Abendessen nicht vom Campingkocher.

So in etwa war unsere Planung...
Am nächsten Tag geht es weiter entlang der Küste ín Richtung Pancake Rocks. Die Felsen hier heißen so, das sie über die Jahre nett gestapelt wurden und sich beim Anblick unweigerlich der Gedanke an Pfannkuchen aufdrängt. Irgendwie habe ich schon wieder Hunger.

Egal. Dort angekommen machen wir beim Erkunden der Rocks einen kleinen Fehler, besser - ich mache den Fehler und lasse das Licht an. Jetzt ist die Batterie leer und wir brauchen Hilfe. Paul, der nette Koch des einzigen Cafés weit und breit versucht zu überbrücken aber es will einfach nicht klappen. Naja ein netter Junger Mann aus einer Werkstatt in Greymouth haucht unserem Sepp wieder Leben ein und die Reise geht weiter nach Hokitika. Dort soll es vor Greenstone (Jade) nur so wimmeln und wir verbringen die Nacht im "Birdsong" Hostel. Ein super netter Laden mit sehr angenehmen Flair. Nach einem leckeren Chilli Abendessen sitzen wir noch vor dem Kamin und planen ein wenig unsere weitere Route.
Den Morgen darauf unternehmen wir erstmal einen Stadtbummel, bestaunen Greenstone und frühstücken in einem kleinen Café. Danach machen wir uns auf in Richtung Gletscher. Nummer eins auf der Liste ist Franz Josef. Wir erkunden mit einem kleinen Walk den großen Eisklotz und beschliessen zum Fox Gletscher zu fahren. Dort buchen wir uns beide für den nächsten Tag eine Tour. Jessi läuft zu Fuß auf dem Gletscher rum und ich lasse mich per Heli einfliegen. Den Abend verbringen wir am nur 20km entfernten Strand mit Blick auf die Southern Alps von NZ.

Wir müssen früh raus um unsere Touren rechtzeitig zu erreichen. Reichlich verrschlafen trennen sich für die nächsten Stunden unsere Wege und jeder wird seinen Guides vorgestellt. Bei mir ist bis kurz vorher nicht klar ob es überhaupt klappt, weil das Wetter ein wenig regnerisch ist. Klappt aber doch. Am Ende kann ich Eishöhlen inmitten eines Gletschers bestaunen und lasse mich wie ein VIP durch die Gegend fliegen. Hat schon was, das muss ich zugeben.


Nach der Tour machen wir uns auf nach Wanaka. Einem Bergdorf, das vor allem zur Winterzeit eher mit einem Dorf in den Alpen verwechselt werden könnte. Dementsprechend heißt auch unser Hostel für die nächsten zwei Nächte "Matterhorn South". Ein heimeliges kleines Hostel im Stil einer Almhütte. Echt nett. Das BBQ am Abend versorgt mich mit reichlich Fleisch und netten Leuten. Am Tag darauf gönnen wir uns ein wenig Auszeit und wandern ein wenig um Wanaka herum am See entlang. Den Abend verbringen wir damit die Reste vom Vorabend zu futtern.
Den Tag darauf geht es nun weiter nach Queenstown wo wir unsere Rundfahrt im Milford Sound buchen und gemütlich durch die Gärten und am See entlang wandern. Es gibt hier am See ein nettes, kleines Café namens "The Bathhouse" ist ist im Stil der frühen 19er eingerichtet und bietet leckeren Kaffee zu guten Preisen. Zum Mittagessen empfiehlt sich das Naff Caff, das einen mit sehr großen Portionen belohnt. Die Nacht verbringen wir ausserhalb von Queenstown in der 12 Mile Bay (zumindest glaube ich mich so daran zu erinnern).

Da uns ein Tag für die Fahrt nach Milfort zu kurz erscheint planen wir eigentlich entlang des Highways auf einem der vielen Campingplätze (also eigentlich eher Feldweg mit erlaubnis zu nächtigen) zu schlafen. Wir entschliessen uns aber dann doch für das Camp Gunn. Ein etwas abseits und eigentlich schon kurz vor Milford gelegenes Camp mitten im Wald. Mit Dieselgenerator und einer eigentümlichen art von Humor. Wir nutzen daher die Gelegenheit und Kochen in der kleinen Küche Spaghetti und sitzen am Abend noch mit ein paar anderen Gästen auf der Veranda bis wir uns auf die Jagd nach Glühwürmchen machen. Erfolgreich. Die Würmchen hängen mehr oder weniger regungslos an einem Felsvorsprung und leuchten vor sich hin. Bevor wir zu Bett gehen testen wir noch die urtümlichen Toaster. Sehr interessant übrigens.

Nachdem es die ganze Nacht geregnet hat sind wir guter Dinge, dass der Tag nicht mehr so viele Wolken haben kann. Und es stimmt. Es ist ein absolut grandioses Wetter als wir über die Passstrasse in Richtung Milford fahren. Nachdem man den "Homer Tunnel" durchfahren hat liegt der Sound quasi schon vor einem. Herrlich kann man da nur sagen. Als wir auf unsererm Schiffchen einchecken wollen passiert dann das, was immer passiert. Es kommt etwas dazwischen. Die gebuchte Fahrt auf de "Wanderer" findet nicht statt. Das Ding ist defekt und fährt heute nicht. Aber... und jetzt kommt das Gute daran: Wir bekommen ein Upgrade für die Fahrt mit einem anderen Segler. Und es kommt noch besser. Aus der geplanten Fahrt mit Übernachtung im Viererzimmer und normalem Abendessen wird eine Fahrt mit eigener Kabine und großem Buffet. Besser geht's fast nicht mehr. Dann noch das Wetter, das schon seit Wochen nicht mehr so gut gewesen sein soll... was will man mehr. Achja, die Bierpreise an Bord bewegen sich bei 4 $NZ also ca. 2 EUR für ein Glas

Achja, wer sich bei diesem Bild an Fjorde erinnert fühlt. Richtig. Milford Sound ist ein Fjord. Der Abend wird nun auch ein wenig länger als geplant, mit unseren netten Tischnachbarn scherzen wir noch ein wenig und genissen Suppe, Lamm, Schwein, Rind einen erstklassigen Lachs und Desserts in allerlei Variationen. Die Nacht ist klasse, so viel Sternenhimmel und keinerlei störendes Licht irgendwo.
Den Morgen darauf fährt das Schiffchen noch bis ganz hinaus in die Tasman Sea und gegen zehn wieder zurück an den Steg wo unsere Fahrt begonnen hat. Tolle Sache. Zurück geht es dann wieder durch die Wolken in Richtung Homer Tunnel und danach weiter über Te Anau nach Orepuki, wo uns dann das gute Wetter langsam aber sicher verlässt und wir bei heftigem Wind am Strand campen.

So in etwa war unsere Planung...
Am nächsten Tag geht es weiter entlang der Küste ín Richtung Pancake Rocks. Die Felsen hier heißen so, das sie über die Jahre nett gestapelt wurden und sich beim Anblick unweigerlich der Gedanke an Pfannkuchen aufdrängt. Irgendwie habe ich schon wieder Hunger.

Egal. Dort angekommen machen wir beim Erkunden der Rocks einen kleinen Fehler, besser - ich mache den Fehler und lasse das Licht an. Jetzt ist die Batterie leer und wir brauchen Hilfe. Paul, der nette Koch des einzigen Cafés weit und breit versucht zu überbrücken aber es will einfach nicht klappen. Naja ein netter Junger Mann aus einer Werkstatt in Greymouth haucht unserem Sepp wieder Leben ein und die Reise geht weiter nach Hokitika. Dort soll es vor Greenstone (Jade) nur so wimmeln und wir verbringen die Nacht im "Birdsong" Hostel. Ein super netter Laden mit sehr angenehmen Flair. Nach einem leckeren Chilli Abendessen sitzen wir noch vor dem Kamin und planen ein wenig unsere weitere Route.
Den Morgen darauf unternehmen wir erstmal einen Stadtbummel, bestaunen Greenstone und frühstücken in einem kleinen Café. Danach machen wir uns auf in Richtung Gletscher. Nummer eins auf der Liste ist Franz Josef. Wir erkunden mit einem kleinen Walk den großen Eisklotz und beschliessen zum Fox Gletscher zu fahren. Dort buchen wir uns beide für den nächsten Tag eine Tour. Jessi läuft zu Fuß auf dem Gletscher rum und ich lasse mich per Heli einfliegen. Den Abend verbringen wir am nur 20km entfernten Strand mit Blick auf die Southern Alps von NZ.

Wir müssen früh raus um unsere Touren rechtzeitig zu erreichen. Reichlich verrschlafen trennen sich für die nächsten Stunden unsere Wege und jeder wird seinen Guides vorgestellt. Bei mir ist bis kurz vorher nicht klar ob es überhaupt klappt, weil das Wetter ein wenig regnerisch ist. Klappt aber doch. Am Ende kann ich Eishöhlen inmitten eines Gletschers bestaunen und lasse mich wie ein VIP durch die Gegend fliegen. Hat schon was, das muss ich zugeben.


Nach der Tour machen wir uns auf nach Wanaka. Einem Bergdorf, das vor allem zur Winterzeit eher mit einem Dorf in den Alpen verwechselt werden könnte. Dementsprechend heißt auch unser Hostel für die nächsten zwei Nächte "Matterhorn South". Ein heimeliges kleines Hostel im Stil einer Almhütte. Echt nett. Das BBQ am Abend versorgt mich mit reichlich Fleisch und netten Leuten. Am Tag darauf gönnen wir uns ein wenig Auszeit und wandern ein wenig um Wanaka herum am See entlang. Den Abend verbringen wir damit die Reste vom Vorabend zu futtern.
Den Tag darauf geht es nun weiter nach Queenstown wo wir unsere Rundfahrt im Milford Sound buchen und gemütlich durch die Gärten und am See entlang wandern. Es gibt hier am See ein nettes, kleines Café namens "The Bathhouse" ist ist im Stil der frühen 19er eingerichtet und bietet leckeren Kaffee zu guten Preisen. Zum Mittagessen empfiehlt sich das Naff Caff, das einen mit sehr großen Portionen belohnt. Die Nacht verbringen wir ausserhalb von Queenstown in der 12 Mile Bay (zumindest glaube ich mich so daran zu erinnern).

Da uns ein Tag für die Fahrt nach Milfort zu kurz erscheint planen wir eigentlich entlang des Highways auf einem der vielen Campingplätze (also eigentlich eher Feldweg mit erlaubnis zu nächtigen) zu schlafen. Wir entschliessen uns aber dann doch für das Camp Gunn. Ein etwas abseits und eigentlich schon kurz vor Milford gelegenes Camp mitten im Wald. Mit Dieselgenerator und einer eigentümlichen art von Humor. Wir nutzen daher die Gelegenheit und Kochen in der kleinen Küche Spaghetti und sitzen am Abend noch mit ein paar anderen Gästen auf der Veranda bis wir uns auf die Jagd nach Glühwürmchen machen. Erfolgreich. Die Würmchen hängen mehr oder weniger regungslos an einem Felsvorsprung und leuchten vor sich hin. Bevor wir zu Bett gehen testen wir noch die urtümlichen Toaster. Sehr interessant übrigens.

Nachdem es die ganze Nacht geregnet hat sind wir guter Dinge, dass der Tag nicht mehr so viele Wolken haben kann. Und es stimmt. Es ist ein absolut grandioses Wetter als wir über die Passstrasse in Richtung Milford fahren. Nachdem man den "Homer Tunnel" durchfahren hat liegt der Sound quasi schon vor einem. Herrlich kann man da nur sagen. Als wir auf unsererm Schiffchen einchecken wollen passiert dann das, was immer passiert. Es kommt etwas dazwischen. Die gebuchte Fahrt auf de "Wanderer" findet nicht statt. Das Ding ist defekt und fährt heute nicht. Aber... und jetzt kommt das Gute daran: Wir bekommen ein Upgrade für die Fahrt mit einem anderen Segler. Und es kommt noch besser. Aus der geplanten Fahrt mit Übernachtung im Viererzimmer und normalem Abendessen wird eine Fahrt mit eigener Kabine und großem Buffet. Besser geht's fast nicht mehr. Dann noch das Wetter, das schon seit Wochen nicht mehr so gut gewesen sein soll... was will man mehr. Achja, die Bierpreise an Bord bewegen sich bei 4 $NZ also ca. 2 EUR für ein Glas

Achja, wer sich bei diesem Bild an Fjorde erinnert fühlt. Richtig. Milford Sound ist ein Fjord. Der Abend wird nun auch ein wenig länger als geplant, mit unseren netten Tischnachbarn scherzen wir noch ein wenig und genissen Suppe, Lamm, Schwein, Rind einen erstklassigen Lachs und Desserts in allerlei Variationen. Die Nacht ist klasse, so viel Sternenhimmel und keinerlei störendes Licht irgendwo.
Den Morgen darauf fährt das Schiffchen noch bis ganz hinaus in die Tasman Sea und gegen zehn wieder zurück an den Steg wo unsere Fahrt begonnen hat. Tolle Sache. Zurück geht es dann wieder durch die Wolken in Richtung Homer Tunnel und danach weiter über Te Anau nach Orepuki, wo uns dann das gute Wetter langsam aber sicher verlässt und wir bei heftigem Wind am Strand campen.
Geschrieben von Nico Schuster
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