Mittwoch... fangen wir mit Mittwoch an. Mittwoch war für diese Woche mein letzter Arbeitstag. In Indien ist nämlich gerade - wie im anderen Beitrag schon geschrieben - Diwali. Zu Diwali hat man sich, ganz ähnlich wie im Westen, ausserdordentlich gern, besucht Freunde, wünscht jedem nur das Beste und ist einfach ein wenig netter zueinander. Weil Extentia sich auch sehr stark für diejenigen engagiert, die es nicht so gut getroffen haben, wird im Rahmen des Sakaar-Programms jedes Jahr ein wenig mit Kindern aus ärmeren Verhältnissen gefeiert. Auch dieses Jahr waren also wieder 50 Kinder da und die Mitarbeiter von Extentia und wir Praktis haben mit Ihnen gemalt und gelacht. Beliebter Sport oder besser Mutprobe bei den Kids: Geh' zu den Weißen und geb ihnen die Hand
Donnerstag hatten wir eigentlich geplant die Schlangenfarm in Pune zu besichtigen. Haben wir aber in Ermangelung eines Taxis doch nicht. Dafür sind Markus und ich am Nachmittag Richtung Laxmi Road bzw. noch ein wenig weiter gefahren und haben den Parvati Hill mit all seinen Tempeln besucht. Auch hier sind überall große Zeichnungen am Boden zu finden, die - morderner Technik sei dank - nun auch mit der dazugehörigen Nummer des Künstlers - meistens übrigens kleine Mädchen - versehen sind. Von der Mauer des Temples hat man einen tollen Überblick über ganz Pune. Zumindest soweit man eben sehen kann. Das kleine Slum direkt am Fuße das Hügels lassen wir dabei mal ein wenig aus den Augen. Da man beim betreten eines Tempels anstandshalber die Schuhe auszieht wurden wir von ein paar kleinen Mädels ganz begeistert angeschaut: Die haben ja weiße Füße die Westler! Schelmisch und neckisch haben haben die kleinen immer wieder versucht unsere Aufmerksamkeit zu erregen und uns dann am zum Abschied freudig gewunken - nett und putzig sind sie ja schon. Und irgendwie noch immer faszinierend, dass man nach all den vielen Jahren der Englischen Kolonialzeit und des vielen TV-Schunds um Fernsehen mit seiner weißen Hautfarbe noch immer für Aufsehen sorgen kann.Der Abstieg war ein wenig nerviger als der Aufstieg, da die Treppen bzw. der Weg eher nach unten abfallen und man sich darum ein wenig gegen die Schwerkraft richten muss (siehe das lustige Bild). Den Rückweg haben wir per pedes angetreten.. zumindest teilweise. Wir sind ein wenig durch die Gegend marschiert, bis wir einen Park erreicht haben, den wir illegalerweise durch ein Loch im Zaun und einen gewagten Sprung über den Wassergraben betreten haben.Als sich die Sonne so langsam aber sicher verabschiedete, haben wir Rene angerufen und ausgemacht, dass wir uns bei den Aurora Towers auf der MG Road treffen und dort noch die vielen Lichter anlässlich Diwali anschauen und etwas essen gehen. Mit den Lichtern wurde es leider nichts. Pune hatte mal wieder für zwei Stunden keinen Strom. Aber wir waren Essen. Chinesisch/Indisch. Vom rumrotzenden Personal mal abgesehen war es wirklich lecker.
In unserer Strasse angekommen haben wir beschlossen noch kurz einen Abstecher in einen Shop zu machen: 1. farbigen Sand kaufen und 2. einen Ball kaufen, damit wir was zu spielen haben. Wir waren erfolgreich mit beiden Tasks.
Vor unserer Wohnungstüre haben wir dann versucht mit dem bunten Sand sowas ähnliches wie unsere Nachbarn zu malen. Das ganze nennt sich übrigens Rangoli. Dabei haben wir aber dann festgestellt, dass unsere Nachbarn entweder viel mehr Talent oder bessere Werkzeuge oder beides haben als wir. Trotzdem, der Nachbar gegenüber hat sich unser Kunstwerk freudestrahlend angeschaut. Wir haben zwar keinen großen Ganesh aber dafür eine Deutsche und Indische Flagge Alle Bilder gibt es übrigens auf Flickr:
[ Parvati Hill & Temple + Pune ]
[ Diwali bei Extentia und bei uns]
Geschrieben von Nico Schuster
in personal, the world around me, india
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also ich muss sagen es ist politisch nicht ok ein als deutscher staatsbürger ein sonnerad vor die haustür zu machen auch wenn mann in indien ist. pfui! 
ach ja kommentar des ossis aus meiner chinareisegruppe als er in shanghai auf den budhas ein sonnenrad gefunden hat o-ton:"hat hitler die gespendet?" sehr geil oder...
ach ja kommentar des ossis aus meiner chinareisegruppe als er in shanghai auf den budhas ein sonnenrad gefunden hat o-ton:"hat hitler die gespendet?" sehr geil oder...
Hehe. Wenn Du in Asien bist findest du die Swastika fast überall (siehe deine China-Story). Sie ist nun mal nicht nur von den Braunen genutzt wurden... der Grund wieso wir eine vor die Tür gemalt haben ist eigentlich ganz einfach: 1. Es soll Glück bringen und 2. - was noch viel wichtiger ist - die Form ist viel einfacher zu malen als alle (siehe Bilder) anderen 
Was deinen Mitreisenden und seine Spendentheorie betrifft: Ohne Worte...
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