So... holen wir einfach mal ein paar Tage nach. Wir waren natürlich nicht untätig die letzte Tage und haben auch wieder ein wenig etwas unternommen. Eigentlich wollten wir zu Halloween auf eine Party in den ABC-Farms - sehr praktisch, weil direkt ums Eck von unserer Wohnung. Auf den Weg dahin kam eine SMS die Party wurde verlagert. Eigentlich gar nicht schlimm, denn keiner von uns hatte wirklich Bock auf Party. Wir wollten also nur ein Bier trinken gehen und Feierabend verkünden. Weil die Kellner aber so unfähig waren - aus einem bestellten Chicken wurde ein blauer, komisch schmeckender Cocktail, aus unseren zwei Strong Beer und zwei Fosters wurden irgendwie 6 Bierflaschen - war der Abend doch irgendwie noch so richtig lustig... wir haben uns köstlich darüber amüsiert. Den Heimweg haben wir dann getrennt angetreten. Susanne und Rene und Markus und ich. Während Susanne und Rene es geschafft haben die 1km kurze Wegstrecke bei einem wildfremden im Auto mitzufahrne kamen Markus und ich auf die Idee auf eine vorbeifahrende Rikshaw mit Ladefläche zu springen. Alles in allem sehr lustig... von dem weiteren nächtlichen Ausflug erzähle ich dem geneigten Leser wohl besser persönlich, die Story ist einfach zu strange.
Hochzeiten auf Muslimische Art - aber doch mit Indientouch...Sonntag, 4. November, 8:30 Uhr. Mitu steht vor der Türe. 8:45. Susanne und Dennis stehen auch vor der Türe. Während sich die Mädels in ihren Sari wickeln bewundern wir Jungs stolz unsere Kurtas. Mit etwas Verspätung geht es dann in das Dorf unserer Arbeitskollegin und unserer Kollegen, die sich verheiraten. Die Trauung ist strange. Zuerst faselt ein alter Mann mit Bart irgendetwas, dann wander der Bräutigamm reich geschmückt auf die Bühne und fängt auch an irgendwas zu faseln. Währenddessen sitzt die Braut umringt von vielen Frauen in einem Hinterzimmer des Saals. Wir als Weiße durften ausnahmsweise zu ihr und "Hallo" sagen bzw. gratulieren. Für einen im mehr ider weniger frauenfreundlichen Deutschland aufgewachsenen Jungen wie mich war das Bild eni wenig befremdlich: In den aufgestellten Stuhlreihen im Saal nur Männer - die Frauen saßen dahiner auf am Boden ausgebreiteten Tüchern. Tja, als der Junge Bräutigam dann mit seinerm Sprüchlein fertig war, war die ganze Show auch schon vorbei. Danach wurden noch ein paar Bilder gemacht und das Essen hat begonnen. Die Leute haben uns alle sehr herzlich aufgenommen und rührend umsorgt. Uns wurden Sitzplätze angeboten, es wurde nach unserem Befinden gefragt und auch der Bräutigam und die Braut haben sich offensichtlich sehr gefreut, dass sie an ihrer Hochzeit Besuch von "Europäern" hatten. Ich habe es mir zwar deutlich anders vorgestellt - aber interessant war es allemal - so viel zum Thema "sich abkapslen und nicht integrieren..." aber lassen wir das...
Bilder folgen alsbald...
Geschrieben von Nico Schuster
in india, personal
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