So, über die Hälfte meiner Zeit in Indien ist mittlerweile um. Zeit für mich einen kleinen Zwischenbericht zu ziehen.
Land: Groß, viel Dreck und Müll aber auch wunderschöne Landschaften wenn man aus der Stadt raus ist und vor allem eine sehr interessante Sprache - also nicht eine sondern viele. Die aber allesamt irgendwie mit lustigen, englisch klingenden Wörtern durchsetzt sind. Leider habe ich noch nicht sonderlich viel von diesem Land gesehen, ausser einen zwei Stränden, die allerdings nicht unbedingt dem Ideal von einem Sandstrand entsprechen und Bangalore - die Stadt in der es gesünder ist zu Rauchen als auf der Straße tief Luft zu holen. Und natürlich die Gegend um Pune und Pune selbst - hier gibt es wirklich ein paar nette kleine Flecken die es sich lohnt einmal in Ruhe anzusehen.
Menschen: Sehr, sehr freundlich. Es wird einem immer überall freundlich geholfen und auch der unbeugsame Drang der Inder, immer mit einem Fotos machen zu wollen läßt sich meist ertragen, da sie so nett und freundlich lächeln. Manchmal allerdings können Sie mit ihrer Freundlichkeit auch wirklich nerven, sie sind so freundlich, dass sie einem immer den Weg zeigen wollen, auch wenn sie selbst nicht die geringste Ahnung haben, wo der gewünschte Ort eigentlich ist
Denn unsere indischen Freunde kennen kein Nein. Also besser immer ein paar Leute nach den Weg fragen und sich danach für die Variante entscheiden, die am plausibelsten klingt... Das fehlende "Nein" wird aber ausgeglichen durch ein sehr lustiges "Ja", das durch sehr komisches Kopfnicken zum ausdruck gebracht wird, es wirkt als ob das Genick gebrochen wäre und der Kopf halbschnell nach links und rechts geschüttelt wird.
Tiere: Nein, bessser Hund und Kuh. Es gibt mehr Hunde als Kühe, da bin ich mir sicher, denn diese Vierbeinigen gesellen laufen überall zu jeder Tages und Nachtzeit umher und durchwühlen mit Vorliebe unseren Müll im Treppenhaus, was dazu führt, dass es immer aussieht wie sau...
Kühe sind Freunde, kein Futter. Tja, mir als altem Fleischfresser ist es noch immer ein wenig unverständlich, wieso ich die laufenden Steaks auf vier Beinen nicht Essen darf, nur weil im Bauch der Kühe die Götter wohnen sollen. Aber ich habe wenigstens das Glück christlich erzogen zu sein und kann mich daher manchmal an einem Schweinestück erfreuen.
Rikshawfahrer: Eine Gattung Mensch ohne die Indien zusammenbrechen würde. Allerdings gleichermaßen eine Gattung Mensch, die einem, wenn in Koregaon Park angetroffen, den letzten Nerv rauben kann durch ihre Faulheit, Arroganz und Frechheit: "It's raining, 50 Rps... " für eine Strecke die bei Sonnenschein mit Meter 20 Rps kostet...
Arbeit: Das mitunter nervigste Kapitel hier. Indisch Arbeitsweise ist anders. Man muss alles in minimalistische Aufgaben aufsplittern, ansonsten hat man unweigerlich das Gefühl die Leute schalten geistig ab. Columbo wäre hier verloren, wenn er nach 10 Minuten mit erhobener Hand ins Büro zurückschlendert "Achja, noch etwas..." Das geht hier einfach nicht. Auch die Zeitdauer mit der Aufgaben erfüllt werden sollte man sehr genau angeben. Eine Deadline ist mitunter etwas, was sich problemlos verschieben läßt. Aber es gibt auch Tricks mit denen man das ein wenig umgehen kann. Persönliche Beziehung aufbauen heißt hier das Schlagwort... wobei es leider bei unserem Internetzugang, der vor 3 Monaten beantragt wurde noch immer nichts hilft.. wir warten weiter...
Land: Groß, viel Dreck und Müll aber auch wunderschöne Landschaften wenn man aus der Stadt raus ist und vor allem eine sehr interessante Sprache - also nicht eine sondern viele. Die aber allesamt irgendwie mit lustigen, englisch klingenden Wörtern durchsetzt sind. Leider habe ich noch nicht sonderlich viel von diesem Land gesehen, ausser einen zwei Stränden, die allerdings nicht unbedingt dem Ideal von einem Sandstrand entsprechen und Bangalore - die Stadt in der es gesünder ist zu Rauchen als auf der Straße tief Luft zu holen. Und natürlich die Gegend um Pune und Pune selbst - hier gibt es wirklich ein paar nette kleine Flecken die es sich lohnt einmal in Ruhe anzusehen.
Menschen: Sehr, sehr freundlich. Es wird einem immer überall freundlich geholfen und auch der unbeugsame Drang der Inder, immer mit einem Fotos machen zu wollen läßt sich meist ertragen, da sie so nett und freundlich lächeln. Manchmal allerdings können Sie mit ihrer Freundlichkeit auch wirklich nerven, sie sind so freundlich, dass sie einem immer den Weg zeigen wollen, auch wenn sie selbst nicht die geringste Ahnung haben, wo der gewünschte Ort eigentlich ist
Tiere: Nein, bessser Hund und Kuh. Es gibt mehr Hunde als Kühe, da bin ich mir sicher, denn diese Vierbeinigen gesellen laufen überall zu jeder Tages und Nachtzeit umher und durchwühlen mit Vorliebe unseren Müll im Treppenhaus, was dazu führt, dass es immer aussieht wie sau...Kühe sind Freunde, kein Futter. Tja, mir als altem Fleischfresser ist es noch immer ein wenig unverständlich, wieso ich die laufenden Steaks auf vier Beinen nicht Essen darf, nur weil im Bauch der Kühe die Götter wohnen sollen. Aber ich habe wenigstens das Glück christlich erzogen zu sein und kann mich daher manchmal an einem Schweinestück erfreuen.
Rikshawfahrer: Eine Gattung Mensch ohne die Indien zusammenbrechen würde. Allerdings gleichermaßen eine Gattung Mensch, die einem, wenn in Koregaon Park angetroffen, den letzten Nerv rauben kann durch ihre Faulheit, Arroganz und Frechheit: "It's raining, 50 Rps... " für eine Strecke die bei Sonnenschein mit Meter 20 Rps kostet...Arbeit: Das mitunter nervigste Kapitel hier. Indisch Arbeitsweise ist anders. Man muss alles in minimalistische Aufgaben aufsplittern, ansonsten hat man unweigerlich das Gefühl die Leute schalten geistig ab. Columbo wäre hier verloren, wenn er nach 10 Minuten mit erhobener Hand ins Büro zurückschlendert "Achja, noch etwas..." Das geht hier einfach nicht. Auch die Zeitdauer mit der Aufgaben erfüllt werden sollte man sehr genau angeben. Eine Deadline ist mitunter etwas, was sich problemlos verschieben läßt. Aber es gibt auch Tricks mit denen man das ein wenig umgehen kann. Persönliche Beziehung aufbauen heißt hier das Schlagwort... wobei es leider bei unserem Internetzugang, der vor 3 Monaten beantragt wurde noch immer nichts hilft.. wir warten weiter...
Geschrieben von Nico Schuster
in india, personal, the world around me
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